#196 - Wurzeln schmieden

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Das Projekt könnte jungen Männern aus einer Flüchtlingsunterkunft die Möglichkeit geben, unter Aufsicht mit Metall zu arbeiten. Mithilfe von künstlerisch-pädagogischen und handwerklichen Mitteln entstehen Skulpturen, die nach einer öffentlichen Präsentation die Geest als dauerhafte Ausstellung bereichern. Den jungen Männern werden hierbei grundlegende Kenntnisse der handwerklichen Arbeit und Sprache vermittelt. Außerdem erhalten sie die Möglichkeit, ihre neue Heimat selbst mitzugestalten.


Eingereichter Text

Das Projekt wird Jungen Männern aus der Flüchtlingsunterkunft Mattkamp die Möglichkeit geben von einem Metallbauer betreut mit Metall zu arbeiten. Mit hilfe von künstlerisch pädagogischen und handwerklichen Mitteln entstehen Skulpturen , die nach einer öffentlichen Präsentation, als Dauerhafte Ausstellung die Geest bereichern. Den Jungen Männern werden hierbei Grundlegende Kenntnisse der handwerklichen Arbeit und Sprache vermittelt sonder sie erhalten die möglichkei ihrer neue Heimat selbst mitzugestalten und sich so die Identifizierung mit selbiger zu erleichtern.

 

Projektbeschreibung

Der Metallbauer Timo Gniesmer und die Theaterpädagogin Lara Goldstein haben sich zusammengetan um mit 5-8 jungen Männern aus der Flüchtlingsunterkunft „Mattkamp“ ein halb jähriges Projekt auf die Beine zu stellen. Es soll ihnen helfen sich mit ihrer neuen Stadt auseinanderzusetzen und sie mitzugestalten.

Die Gruppe wird ein halbes Jahr zusammen arbeiten. Ein Virtel Jahr wird in die Grundzüge des Handwerks eingeführt und anschließend, mit theaterpädagogischen Mitteln, die Themenfindung unterstützt. Für das zweite Virteljahr ist die Umsetzung des Projekts, sowie die Erarbeitung einer Präsentation geplant. Das Ziel des Projekts ist die dauerhafte Installation der von der Gruppe gestalteten Skulpturen im Park. Sie werden in einer Präsentation vorgestellt.

Die Idee zu dem Projekt entstand auf einer Sitzung von „Kulturkaviar“. Dort wurde von der großen Anzahl junger Männer, im Alter um die 18, in der Flüchtlingsunterkunft berichtet. Während für die jungen Frauen ein wachsendes Projekt Angebot besteht, ist es schwierig ein passendes Angebot für junge Männer zu schaffen. Metallau ist ein viel gefragtes Handwerk das auch Anfängern die Möglichkeit bietet viel Wirkung zu erzielen und wir sehen in diesem Projekt die Chance Initiativen wie „Wir schaffen das – Das Handwerk“ zu unterstützen, indem Grundlagen in der Arbeit selbst, aber auch in dem dafür benötigten Sprachgebrauch gelegt werden. Die körperliche handwerkliche Arbeit soll für die jungen Männer eine Alternative zum Sportangebot sein.

Die theaterpädagogische Betreuung des Projekts soll den Teilnehmern ermöglichen sich körperlich, als auch verbal mit ihren Themen auseinanderzusetzen, ihren Sprachschatz zu erweitern und ihr Selbstbewusstsein sowie ihre Eigenpräsenz und Wahrnehmung zu stärken und zu fördern.

Die Flüchtlingsunterkunft liegt am Mattkamp. Daher wäre es von besonderem Interesse dieses Projekt auf dem angrenzenden Grünstreifen umsetzen zu können. So hätten die Teilnehmer die Möglichkeit die Stadt in der sie Leben in der Nähe ihres Wohnortes mitzugestalten.

Eine Initiative von „Kulturkaviar für alle“.
http://archiv.kulturkaviar.de/fuer-alle/projekte.html