Wie wird sichergestellt, dass alternative Wohnformen im „Neubaugebiet“ Deutzer Hafen bei der Vergabe von Wohn-Baufeldern an Investoren nicht benachteiligt werden?

Gerne möchte ich Ihnen die wichtigsten Punkte der alternativen Wohnformen (Baugruppen, Genossenschaften, Mietervereine, etc.) für die zukünftige Erstellung der Bebauungspläne für die einzelnen Wohn-Baufelder im Deutzer Hafen mitteilen.
Im Zuge der noch für die einzelnen Wohn-Baufelder zu entwickelnden Bebauungspläne darf es nicht zu einer Benachteiligung von alternativen Wohnformen (aW) kommen.
Werden die aW (Baugruppen etc.) in der Größenordnung von 20-30 Wohneinheiten (WE), wie von der „moderne Stadt“ geplant, im gesamten Gebiet verteilt angesiedelt und je Baufeld (mit bis zu 350 WE) nur ein bis zwei Baugruppen zugelassen, führt dies zu einer sehr schwachen Position der einzelnen aW gegenüber einem Investor, der das ganze Baufeld erwirbt.

Diese Benachteiligung sollte durch die Verwaltung und Politik verhindert werden.

aW (Baugruppen etc.) sind eine wichtige Ergänzung zu den sonstigen Angeboten des Wohnungsmarktes.
Sie sind durchmischt, bunt und vielfältig, tragen zu einer sozialen Stabilisierung und kulturellen Belebung von Neubauvierteln bei und realisieren nachhaltige innovative Konzepte.

Deshalb bitte ich Sie, wenn die Entscheidung ansteht über die Vorgaben zur Ausarbeitung der Bebauungsplan-Entwürfe für die einzelnen Wohn-Baufelder abzustimmen, das Folgende mit aufzunehmen:

• aW sollten die Möglichkeit haben einzelne Teile (Riegel, Abschnitte, Häuser etc.) der geplanten sogenannten „Deutzer- Block-Bebauung“ zu erwerben und nach ihren eigenen Konzepten und Planungen zu bebauen und zu gestalten.

• Und dies ohne die Vorgaben eines Investors, der das gesamte Baufeld erwirbt, jedoch natürlich nur nach Rücksprache/Absprache mit der „moderne Stadt“ als Stadtentwicklungsgesellschaft.

• Innovative Techniken (Fassaden- u. Dachbegrünungen, autarke Energieversorgung etc.) und moderne Bauweisen (ressourcenschonender Holzbau bzw. Holz-Hybridbau, Modular-Bau etc.) sollten durch die Vorgaben zur Ausarbeitung der Bebauungsplan-Entwürfe möglich gemacht werden.

• Ebenso sollte es aW ermöglicht werden, durch offene Einrichtungen (z.B. durch ein inklusiv betriebenes Café, eine private KITA o.ä.) in das neue Quartier Deutzer Hafen und darüber hinaus hineinzuwirken.

16 Kommentare

  1. Die Stadt sollte nicht nur einschlägige (und machtvolle sowie kapitalstarke) Investoren zum Zuge kommen lassen. Baugruppen sind eine enorme Bereicherung für Wohnquartiere – siehe Tübingen und andere Städte.

  2. Die Bebauung des Deutzer Hafens ermöglicht die Etablierung moderner Wohnformen, die mittlerweile weltweit das Stadtbild zukunftsorientierter Großstädte prägen.
    Diese Chance zur Profilierung der Stadt Köln als moderne orientierte Stadt zugunsten von kurzfristig lukrativerem Geldgewinn durch die Vergabe der Baugrundstücke an kapitalkräftige Investoren, die dann teure Wohnungen bauen müssten, die wiederum nur wieder sehr Wohlhabenden zugänglich wären, würde die bereits bestehenden sozialen Ungleichheiten erneut vertiefen.
    Wir haben doch mit den Kranhäusern
    bereits so ein Projekt!
    Ich fordere daher die Stadt Köln auf, ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung gerecht zu werden und den alternativen Wohnformen mehr Platz zu einzuräumen.

  3. Die sich verbessernden Regularien in der Stadt, d.h. Konzeptvergabe und Erbbaurecht sollten unbedingt auch für diese Baufelder gelten und durch die vertragliche Ausgestaltung hohe Gewinnmargen für Wiederverkäufer z.b. Aus Baugruppen ausschließen. Eine Beschränkung auf 20-30we ist nicht hilfreich, Hh hat in der neuen Mitte die Erfahrung gemacht, dass dies für Baugruppen eher zu gross ist, für innovative Wohnprojekte ist es eher zu wenig. Aber die Frage ist wichtig und richtig!

  4. Alternative Wohnformen sind wichtig für eine künftige gesunde.moschung der Kölner Innenstadt und deshalb unterstütze ich diese Frage

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